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Was ist künstliche Intelligenz?

Was ist künstliche Intelligenz (KI) eigentlich? Wir erklären KI in verständlicher Sprache, mit Alltagsbeispielen und ganz ohne Fachbegriffe.

Ganz einfach gesagt

KI steht für künstliche Intelligenz. Das ist ein Computerprogramm, das aus Informationen lernt und Entscheidungen trifft, ähnlich wie Ihr Gehirn aus Erfahrung lernt.

Wahrscheinlich nutzen Sie KI längst, ohne es zu merken. Wenn Ihr Handy einen Tippfehler ausbessert, ist das KI. Wenn Ihnen ein Streamingdienst einen Film vorschlägt, ebenfalls. Und wenn Ihr E-Mail-Postfach Werbemüll aussortiert, arbeitet KI im Hintergrund.

Stellen Sie es sich so vor

Nehmen wir an, Sie kochen seit 50 Jahren. Für die meisten Gerichte brauchen Sie kein Rezept mehr. Sie wissen einfach, was passt, weil Sie aus Tausenden Mahlzeiten gelernt haben.

KI arbeitet genauso, nur mit Informationen statt mit Zutaten. Sie hat unzählige Bücher, Artikel und Gespräche durchgearbeitet. Wenn Sie eine Frage stellen, greift sie auf dieses ganze Wissen zurück und gibt Ihnen eine Antwort. Verstanden hat sie diese Texte nicht so wie Sie. Aber sie erkennt sehr gut Muster und antwortet hilfreich.

Ein kurzer Blick zurück

An KI wird schon seit den 1950er Jahren gearbeitet. Lange war das vor allem ein Forschungsthema an Universitäten, denn die Computer waren nicht leistungsfähig genug.

Um 2010 änderte sich das. Die Rechner wurden schnell genug, um riesige Datenmengen zu verarbeiten. Bald darauf, Ende 2022, kam ein Programm namens ChatGPT für die breite Öffentlichkeit heraus. Zum ersten Mal konnte jeder ganz normal mit einer KI sprechen. Wenn Sie sich Gedanken über Sicherheit oder Datenschutz machen, finden Sie auf unserer Seite Häufige Sorgen klare Antworten.

KI, die Sie längst benutzen

Vielleicht halten Sie KI für etwas völlig Neues. Dabei begleitet sie Sie schon seit Jahren. Ein paar Beispiele aus dem Alltag:

  • Die automatische Wortkorrektur auf dem Handy merkt sich, welche Wörter Sie oft schreiben.
  • Spamfilter im Postfach erkennen Werbemüll und halten ihn draußen.
  • Streamingdienste schlagen Sendungen vor, die zu dem passen, was Sie gern gesehen haben.
  • Navigationsgeräte berechnen die schnellste Route und sagen Staus voraus.
  • Sprachassistenten wie Siri oder Alexa verstehen Ihre Stimme und antworten auf Fragen.
  • Ihre Handykamera erkennt Gesichter und verbessert Fotos von allein.
  • Ihre Bank bemerkt ungewöhnliche Zahlungen und schützt Sie so vor Betrug.

Wie lernt eine KI eigentlich?

Denken Sie daran, wie ein Kind lernt, was eine Katze ist. Man zeigt ihm viele Katzen: große, kleine, rote, schwarze. Irgendwann erkennt es auch eine Katze, die es noch nie gesehen hat.

KI lernt auf ähnliche Weise. Damit sie Katzen auf Fotos erkennt, zeigt man ihr Millionen Bilder. Sie findet die Muster, etwa spitze Ohren und Schnurrhaare, und wird mit der Zeit besser. Bei KI-Assistenten wie ChatGPT läuft es genauso, nur mit Text. Deshalb klingt vieles so natürlich. Die KI denkt nicht wie Sie, sie sagt nur sehr gut voraus, welches Wort als Nächstes passt.

Was KI kann und was nicht

KI ist eine kluge Helferin. Sie kann Fragen in verständlicher Sprache beantworten, beim Schreiben von Briefen und E-Mails helfen, Schwieriges einfach erklären, zwischen Sprachen übersetzen und Texte für Sie zusammenfassen.

Aber sie hat auch Grenzen. Sie hat keine Gefühle und keine Meinung, auch wenn es manchmal so klingt. Sie kann sich irren und Falsches selbstsicher behaupten, deshalb prüfen Sie wichtige Angaben immer nach. Und bei Fragen zu Gesundheit, Recht oder Geld sollten Sie sich stets an eine Fachperson wenden.

Kurz gesagt: KI ist kein Zauber und nichts, wovor man Angst haben muss. Sie ist ein Werkzeug, und ein sehr nützliches dazu. Was Sie damit konkret anfangen können, zeigen unsere praktischen Anwendungen.

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